Nachruf

Die SPD Tempelhof trauert um ihren Genossen und Vorstandsmitglied,

Norbert Giesen

2. Juli 1950 – 27. April 2019

© Evangelische Paulus-Kirchengemeinde Tempelhof

Am 27. April ist unser Genosse und Freund Norbert Giesen im Alter von nur 68 Jahren viel zu früh von uns gegangen.

Norbert war überzeugter Sozialdemokrat, der für seine Überzeugungen mit Leidenschaft und Beharrlichkeit eingestanden ist und dabei stets in der Sache gestritten hat. Ein Patt war für ihn dabei keine Option, sondern stets der Kompromiss das Ziel.

Solidarität und Nächstenliebe waren für ihn keine leeren Worthülsen, sondern gemeinsam mit Erika, seiner Frau, gelebte Realität. Es war ihm ein Bedürfnis, junge Menschen zu fördern und anderen Menschen zu helfen. Als über Nacht hunderte geflüchtete Menschen nach Berlin kamen und die Behörden völlig überfordert waren, haben so unglaublich viele Menschen in unserer Stadt mitgeholfen und für das Nötigste gesorgt. Auch Norbert und Erika haben sich gemeinsam in der Hilfe für Geflüchtete engagiert. Norbert hat diese Aufgabe sehr ernst genommen und dabei großes Organisationsgeschick bewiesen. Stolz hat er uns davon berichtet, wenn er wieder eine Wohnung für „seine Flüchtlinge“ auftreiben konnte.

In 48 Jahren SPD-Mitgliedschaft war Norbert Beisitzer im Tempelhofer Abteilungsvorstand, Kreisdelegierter und seit 2012 als Kassierer Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der SPD Tempelhof. Seine ausgeprägte Hilfsbereitschaft hatte ihm dereinst diese Funktion eingebracht. Er war nur übergangsweise für einen Genossen eingesprungen. Da Norbert sich mit neuen Situationen immer recht schnell arrangieren konnte, hat er diese Funktion gewissenhaft und auch gerne bis zuletzt ausgeübt.

Seine Gewissenhaftigkeit und Bescheidenheit haben ihn dazu geführt, Aufgaben stets um ihrer selbst willen zu übernehmen und sie auch gern an andere, die sich engagieren wollen, wieder abzugeben.

Er war ein wichtiger und verlässlicher Partner in unserer Parteiarbeit. Er wird uns nicht nur dabei sehr fehlen.

Die SPD ist stolz, solche Mitglieder zu haben und hat Norbert und Erika Dank und Anerkennung für ihr Engagement ausgesprochen.

Norbert war in seinem Kiez Neu-Tempelhof und in der Evangelischen Paulus-Kirchengemeinde nicht nur durch seine ehrenamtlichen Tätigkeiten, als Revisor des Parkring e.V. und im Gemeindekirchenrat fest verankert, sondern auch stets für das Wohl der Nachbarschaft engagiert. So hat er in seinem Kiez gemeinsam mit seinen Nachbarinnen und Nachbarn erfolgreich für die Verkehrsberuhigung der Gartenstadt gestritten.

Er war unerschütterlich in seinem Optimismus. Auch als die erste Diagnose Krebs kam und der erste Schock verdaut war, gab es für ihn keine Schwarzmalerei. Noch bei unserem Telefongespräch kurz vor der letzten Operation sagte er mir „So schnell stirbt man an Krebs nicht“.

Leider ging es viel zu schnell.

Tröstend ist es, dass seine Familie die letzten Tage bei ihm gewesen ist und ihn in seinen letzten Stunden begleitet hat.

Wir, die Genossinnen und Genossen der Tempelhofer SPD, verneigen uns in Dankbarkeit und tiefer Trauer vor Norbert Giesen.

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